Fang endlich an!
- saegesserclaudia
- 2. Mai 2022
- 3 Min. Lesezeit
Die Deadline rückt in grossen Schritten näher und was machst du? Kuchen backen, deine Schublade aufräumen oder durch deine Mails scrollen. Wem das noch nie passiert ist, hebe die Hand. Wir kennen es doch alle. Wenn das aber etwas zu oft passiert und du dieses Verhalten umgehen möchtest, dann findest du in diesem Artikel fünf praxiserprobte Tipps.

Die Wohnung ist nie sauberer und aufgeräumter als dann, wenn man eigentlich anfang sollte zu lernen.
Da ist diese eine Aufgabe, die erledigt werden sollte. Doch alles in uns sträubt sich. Studenten kennen es zu gut: Die Wohnung ist nie sauberer und aufgeräumter als dann, wenn man eigentlich anfangen sollte zu lernen. Plötzlich fängt man an, aufzuräumen, Kuchen zu backen und Socken zu sortieren obwohl man ganz anderes erledigen sollte. Bei der Arbeit dreht man seine Runden um die Offerte die geschrieben werden muss, die Präsentation die man schon lange hätte anfangen sollen oder diese eine Mail, auf die man die richtige Antwort noch nicht hat.
Typischerweise findet man für diese Handlungen Entschuldigungen.
Dieses Verhalten hat einen Namen: Prokrastination. Prokrastinieren bedeutet, dringend und notwendig betrachtete Aufgaben aufzuschieben und stattdessen etwas anderes, von geringerer Priorität zu machen. Typischerweise findet man für diese Handlungen Entschuldigungen. Die Wohnung musste schliesslich auch mal wieder aufgeräumt werden und die andere Mail war doch auch wichtig.
Wird der Druck gross genug, kommen die meisten von uns irgendwann in die Gänge.
Aber wie schön wäre es, wenn es das nächste Mal etwas stressfreier vonstatten gehen könnte. Im Laufe meiner nun bereits sieben Jahre berufsbegleitenden Studierens und sechzehn Jahren Berufserfahrung habe ich einiges an Erfahrung gesammelt, um der Prokrastination vorzubeugen. Hier meine Tipps:
Sei ehrlich zu dir selbst Gestehe dir ein, dass du prokrastinierst. Während es ziemlich offensichtlich ist, wenn du deinen Kleiderschrank aufräumst anstatt zu lernen, kann Prokrastination im klassischen Arbeitsalltag auch subtiler aussehen, einige Beispiele: Du füllst deinen Tag mit kleinen, unwichtigen Tasks. Du liest Mails mehrmals, triffst aber keine relevanten Entscheidungen. Du erledigst lieber Aufgaben, die andere dir zuteilen anstelle deiner eigenen. Wie immer im Leben ist Einsicht der erste Weg zur Besserung.
Frag dich warum
Hast du Angst zu scheitern? Hast du Angst, die Aufgabe nicht perfekt genug umsetzen zu können? Oftmals stehen uns unsere eigenen Gedanken im Weg. Was helfen kann, ist mit einer neutralen Haltung an die Aufgaben heranzutreten. Ich hatte eine Chefin, die hat sich vor Aufgaben, die sie vor sich hergeschoben hat, laut gesagt «Jetzt fange ich ganz neutral und emotionslos mit der Aufgabe an.» Das habe ich mir von ihr abgeschaut und es funktioniert.
Nur 5 Minuten
Egal was es ist, das unbedingt erledigt werden sollte: Nimm dir einfach vor nur fünf Minuten dran zu sitzen. Der Anfang ist immer am schwersten. Ist diese Hürde überwunden, läuft es meistens von selbst – und falls nicht, darfst du nach fünf Minuten wieder aufhören. Das klingt doch fair, oder?
Denk an Picasso
Irgend wann einmal, habe ich dieses Zitat von Pablo Picasso gelesen: «Inspiration exists but it has to find you working.” Dieser Typ hat rund 1885 Gemälde, 7089 Zeichnungen, 19’134 Grafiken, 3222 Keramik-Arbeiten, 1228 Skulkpturen und Objekte sowie 175 Skizzenbücher mit rund 7000 Zeichungen hinterlassen – und das sind nur die offiziellen Zahlen aus seinem eigenen künstlerischen Nachlass. Wenn es also einer wissen muss, dann er.
Such dir Hilfe
Zusammen macht vieles mehr Spass. Ohne meinen besten Lern-Buddy hätte ich in meinem Bachelor einige Fächer sicher nicht bestanden und schon gar kein Spass am Lernen gehabt. Ein Partner in Crime macht das Leben generell sehr viel besser. Diese Person muss nicht einmal zwingend die gleiche Aufgabe erledigen wie du. Es reicht auch, wenn du sie bittest, regelmässig nach dem Stand der Dinge zu Fragen und dich zur Verantwortung zu ziehen.
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